Donnerstag, 22.01.2026

Viele Beschäftigte probieren KI, nur einer von fünf nutzt sie regelmäßig

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Business-Aktuell: Immer einen Schritt voraus

Nur rund jeder fünfte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Deutschland verwendet Künstliche Intelligenz am Arbeitsplatz regelmäßig. Das ist eines der zentralen Ergebnisse der zweiten Befragung zur Verbreitung und Wirkung von Digitalisierung und Wandel der Beschäftigung aus dem Jahr 2024. Etwa 64 Prozent geben an, KI bereits eingesetzt zu haben, die meisten jedoch nur gelegentlich.

Nutzung erfolgt häufig ohne Arbeitgeber

Die Studie, die das ifo Institut gemeinsam mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung, dem Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung, dem Bundesinstitut für Berufsbildung und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin ausgewertet hat, zeigt zudem, dass die zentrale Anwendung von KI nur in etwa einem Drittel der Fälle vom Unternehmen eingeführt wurde. Zwei Drittel der Nutzenden hätten demnach auf eigene Initiative mit KI gearbeitet, wie Oliver Schlenker, stellvertretender Leiter des Ludwig Erhard ifo Zentrums für Soziale Marktwirtschaft, anmerkt.

Vor allem leicht zugängliche Texttools

Die individuelle Nutzung konzentriert sich stark auf einfach verfügbare, kostengünstige Texttools. Mehr als 80 Prozent derjenigen, die KI verwenden, nennen Beispiele wie ChatGPT oder Übersetzungsprogramme. Formal arbeitgebergesteuerte Anwendungen betreffen dagegen eher komplexere oder teurere Systeme, etwa diagnostische Software sowie Sprach oder Bildverarbeitung.

Unternehmensimplementierung steht für häufigere Nutzung und mehr Weiterbildung

Beschäftigte berichten, dass eine formelle Einführung von KI durch das Unternehmen mit einer höheren Nutzungshäufigkeit verbunden ist. Außerdem gehen solche Implementierungen mit mehr Weiterbildungsangeboten, einer stärkeren Aufsicht durch KI gestützte Verfahren und höheren Produktivitätsgewinnen einher. Schlenker weist darauf hin, dass diese Beobachtungen Zusammenhänge beschreiben und nicht zwangsläufig kausale Effekte belegen.

Stichprobe und Aussagekraft

Die Ergebnisse beruhen auf rund 9 800 Interviews und sind repräsentativ für die in der Sozialversicherung pflichtig beschäftigte Erwerbsbevölkerung in Deutschland. Die Autorinnen und Autoren der Untersuchung betonen, dass die dargestellten Effekte Korrelationen sind und keine Aussagen über Ursache und Wirkung zulassen.

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