Die deutschen Hauptverkehrsflughäfen registrierten 2025 rund 207,2 Millionen Fluggäste. Damit stieg die Zahl der Reisenden gegenüber 2024 um 3,9 Prozent, liegt aber weiterhin 8,6 Prozent unter dem Niveau von 2019 vor der Corona Pandemie. Während der Auslandsverkehr sich dem Vorkrisenniveau annähert, bleibt der innerdeutsche Flugverkehr deutlich abgeschwächt.
Gesamtentwicklung und Gegenüberstellung zu 2019
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) nahm das Passagieraufkommen an den 22 deutschen Hauptverkehrsflughäfen, die mehr als 150 000 Fluggäste im Vorjahr verzeichneten, 2025 zu. Insgesamt wurden 207,2 Millionen Fluggäste gezählt, das entspricht einem Plus von 3,9 Prozent gegenüber 2024. Das Rekordjahr 2019 mit 226,7 Millionen Fluggästen bleibt damit unerreicht. Im Vergleich zu 2019 liegt das Niveau um 8,6 Prozent niedriger.
Starke Unterschiede zwischen Auslands- und Inlandsverkehr
Der Auslandsverkehr entwickelte sich deutlich kräftiger als der innerdeutsche Verkehr. Auf Auslandsstrecken wurden 195,3 Millionen Fluggäste gezählt, ein Anstieg von 4,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und nur noch 4,1 Prozent unter dem Niveau von 2019. Die Zahl der Fluggäste auf Inlandsflügen blieb mit 11,9 Millionen nahezu konstant gegenüber 2024 (+0,3 Prozent). Gegenüber 2019 ist die Inlandsnachfrage jedoch um 48,4 Prozent eingebrochen. Damit setzt sich ein seit 2020 beobachteter Trend fort: Die internationale Nachfrage erholt sich schneller als der innerdeutsche Luftverkehr.
Luftfracht übertrifft Vorkrisenniveau
Im Unterschied zum Passagierverkehr liegt das Luftfrachtaufkommen 2025 leicht über dem Vorkrisenniveau. Die Flughäfen meldeten 4,75 Millionen Tonnen transportierte Fracht. Das sind 1,7 Prozent mehr als 2024 und 1,4 Prozent mehr als 2019.
Methodische Hinweise und Verfügbarkeit der Daten
Destatis weist darauf hin, dass im Auslandsverkehr ein- und aussteigende Fluggäste berücksichtigt werden. Im Inlandsverkehr werden ausschließlich abfliegende Fluggäste erfasst, um Doppelzählungen zu vermeiden. Transitverkehr ist nicht enthalten. Entsprechende Prinzipien gelten auch für die Daten zum Fracht- und Postverkehr. Die veröffentlichten Zahlen sind nicht um Kalendereffekte bereinigt. Weitere Details und Tabellen stellt das Statistische Bundesamt in der Datenbank Genesis Online sowie auf seiner Themenseite Transport und Verkehr bereit.
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