Donnerstag, 22.01.2026

Produktion von Fertiggerichten in Deutschland seit 2019 deutlich gewachsen

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Die Herstellung von Fertiggerichten in Deutschland hat zwischen 2019 und 2024 mengen- und wertmäßig deutlich zugenommen. Das Statistische Bundesamt meldet für 2024 eine Produktion von 1,7 Millionen Tonnen im Wert von 5,9 Milliarden Euro. Gegenüber 2019 entspricht das einem mengenmäßigen Plus von 25,6 Prozent und einem nominalen Wertanstieg von 45,4 Prozent.

Produktionstrend und jüngste Entwicklung

Der Anstieg setzte sich nach Angaben des Amtes auch 2025 fort. Für das erste bis dritte Quartal 2025 liegt der Produktionswert bei 4,5 Milliarden Euro, was nominal 2,8 Prozent mehr ist als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Mengenangaben für diesen Zeitraum werden aus Gründen des Statistikschutzes nicht veröffentlicht. Die gemeldeten Zahlen beziehen sich auf Betriebe des Produzierenden Gewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten.

Starke Zuwächse bei Nudel und Fleisch

Die Entwicklung war nicht gleichmäßig über alle Produktgruppen. Am stärksten wuchsen Nudelgerichte. Die produzierte Menge stieg von 345 000 Tonnen im Jahr 2019 auf 539 000 Tonnen im Jahr 2024, ein Plus von 56,4 Prozent. Der Wert dieser Produktion erhöhte sich in derselben Periode von 643 Millionen Euro auf 957 Millionen Euro, nominal ein Zuwachs von 48,9 Prozent.

Auch Fleischgerichte verzeichneten zweistellige Zuwächse. Mengenmäßig stieg die Produktion von 221 000 Tonnen auf 316 000 Tonnen, ein Plus von 43,2 Prozent. Wertmäßig fällt der Anstieg noch kräftiger aus, mit einem Anstieg von 907,5 Millionen Euro auf 1,6 Milliarden Euro zwischen 2019 und 2024, nominal ein Plus von 71,3 Prozent.

Bei Gemüse Fertiggerichten erhöhte sich die produzierte Menge moderat von 183 000 Tonnen auf 197 000 Tonnen. Der Produktionswert stieg in diesem Segment jedoch deutlich um 54,3 Prozent auf 549 Millionen Euro. Einzige Ausnahme bei den Mengen waren Fischgerichte. Ihre Produktion ging von 24 000 Tonnen auf 22 000 Tonnen zurück. Der Wert der Fischgerichte nahm dennoch nominal um 7,9 Prozent auf 208 Millionen Euro zu.

Zeitaufwand für die Essenszubereitung bleibt stabil

Trotz des größeren Angebots an Fertiggerichten hat sich die Zeit, die Menschen in Deutschland mit der Zubereitung von Mahlzeiten verbringen, kaum verändert. Die Zeitverwendungserhebung 2022 ergab im Schnitt 41 Minuten pro Tag für Personen ab 10 Jahren. Zehn Jahre zuvor lag der Wert bei 40 Minuten. Auffällig sind weiterhin die Unterschiede zwischen den Geschlechtern. 2022 verbrachten Frauen und Mädchen im Mittel 53 Minuten täglich mit Kochen, Backen, Tischdecken sowie dem Abräumen und der Geschirrreinigung. Männer und Jungen kamen auf 29 Minuten. Vor zehn Jahren betrug der Unterschied 55 Minuten zu 24 Minuten.

Methodische Hinweise

Die Produktionsstatistik erfasst Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten im Produzierenden Gewerbe. Die Angaben zur Zubereitungszeit stammen aus der Zeitverwendungserhebung 2022, in der Haushaltsmitglieder ab 10 Jahren an drei vorgegebenen Tagen ihre Aktivitäten in einem Tagebuch oder in einer App dokumentierten. Weitere Detailergebnisse und methodische Informationen veröffentlicht das Statistische Bundesamt.

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