Donnerstag, 22.01.2026

Deutsche Warenexporte fallen im November 2025 deutlich, Außenhandelsüberschuss schrumpft

Empfohlen

team
teamhttps://business-aktuell.org
Business-Aktuell: Immer einen Schritt voraus

Die deutschen Warenexporte sind im November 2025 kalenderbereinigt und saisonbereinigt gegenüber dem Oktober 2025 um 2,5 Prozent zurückgegangen. Gleichzeitig stiegen die Importe um 0,8 Prozent. Das geht aus vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamts hervor.

Entwicklung der Handelsströme

Im November 2025 wurden kalenderbereinigt und saisonbereinigt Waren im Wert von 128,1 Milliarden Euro aus Deutschland ausgeführt. Die Einfuhren beliefen sich auf 115,1 Milliarden Euro. Daraus ergab sich ein Handelsbilanzüberschuss von 13,1 Milliarden Euro. Im Oktober 2025 hatte der bereinigte Saldo noch 17,2 Milliarden Euro betragen. Im November 2024 lag der Saldo bei 20,0 Milliarden Euro.

Im Jahresvergleich zum November 2024 sanken die Exporte kalenderbereinigt und saisonbereinigt um 0,8 Prozent, die Importe stiegen um 5,4 Prozent. Bei den nicht bereinigten Originalwerten lagen die Exporte im November 2025 bei 130,7 Milliarden Euro und die Importe bei 117,0 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahresmonat sanken die unbereinigten Exporte um 1,7 Prozent, die unbereinigten Importe stiegen um 4,4 Prozent. Die unbereinigte Außenhandelsbilanz schloss mit einem Überschuss von 13,7 Milliarden Euro, nach 20,9 Milliarden Euro im November 2024.

Handel mit EU und Drittstaaten

Innerhalb der Europäischen Union beliefen sich die kalenderbereinigt und saisonbereinigt gemessenen Exporte im November 2025 auf 73,1 Milliarden Euro. Die Importe aus der EU lagen bei 58,7 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vormonat sanken die Exporte in EU-Staaten um 4,2 Prozent und die Importe aus diesen Staaten um 4,0 Prozent. In die Eurozone wurden 50,8 Milliarden Euro exportiert und 39,1 Milliarden Euro importiert. In die EU-Staaten außerhalb der Eurozone entfielen 22,2 Milliarden Euro Exporte und 19,7 Milliarden Euro Importe.

In die Staaten außerhalb der EU wurden Waren im Wert von 55,1 Milliarden Euro ausgeführt und Waren im Wert von 56,3 Milliarden Euro importiert. Die Exporte in diese Drittstaaten gingen im Vergleich zum Oktober 2025 leicht zurück. Die Importe aus Drittstaaten stiegen, vor allem aufgrund dynamischer Zufuhr aus einzelnen Partnerländern.

Wichtigste Handelspartner

Die meisten deutschen Exporte gingen im November 2025 kalenderbereinigt und saisonbereinigt in die Vereinigten Staaten. Dort wurden Waren im Wert von 10,8 Milliarden Euro ausgeliefert. Gegenüber dem Vormonat waren das 4,2 Prozent weniger. Im Vergleich zum November 2024 lagen die Exporte in die Vereinigten Staaten deutlich niedriger, nämlich um 22,9 Prozent.

Die Ausfuhren in die Volksrepublik China stiegen im Monatsvergleich um 3,4 Prozent auf 6,5 Milliarden Euro. Die Exporte in das Vereinigte Königreich fielen um 8,1 Prozent auf 6,0 Milliarden Euro.

Bei den Einfuhren war China im November 2025 erneut der wichtigste Lieferant. Die Importe aus der Volksrepublik beliefen sich auf 14,9 Milliarden Euro und lagen damit 8,0 Prozent über dem Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten stiegen um 7,9 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro. Aus dem Vereinigten Königreich kamen Importe im Wert von 3,4 Milliarden Euro, das entspricht einem Zuwachs von 10,9 Prozent gegenüber dem Vormonat.

Die Exporte in die Russische Föderation sanken im November 2025 um 5,5 Prozent auf 0,6 Milliarden Euro und lagen damit 22,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Importe aus Russland stiegen im Monatsvergleich um 22,5 Prozent auf 0,1 Milliarden Euro, blieben aber im Jahresvergleich um 2,7 Prozent unter dem Stand von November 2024.

Datenlage und methodische Hinweise

Das Statistische Bundesamt weist darauf hin, dass es sich um vorläufige Ergebnisse der monatlichen Außenhandelsstatistik handelt. Die kalenderbereinigten und saisonbereinigten Zahlen dienen dem kurzfristigen Abgleich gegenüber dem Vormonat. Einordnung und Ursachen für Veränderungen im Außenhandel insgesamt oder für einzelne Staaten lassen sich erst nach Vorliegen detaillierterer Ergebnisse verlässlich beurteilen.

Weitere detaillierte und bereinigte Ergebnisse sind in der Datenbank GENESIS Online verfügbar. Ergänzende Darstellungen sind zudem im Dashboard Konjunktur auf dem Portal Dashboard Deutschland abrufbar.

Quelle anzeigen

Weiterlesen

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Aktuelles