Das Statistische Bundesamt hat vorläufige Zahlen zur Inflationsrate für Dezember 2025 vorgelegt. Demnach wird der Verbraucherpreisindex im Vergleich zum Vorjahresmonat voraussichtlich um 1,8 Prozent steigen, während die Preise gegenüber November 2025 unverändert bleiben.
Vorläufige Zahlen und Entwicklung
Der Verbraucherpreisindex VPI weist für Dezember 2025 im Jahresvergleich einen Anstieg von 1,8 Prozent aus. Im Monatsvergleich meldet das Amt 0,0 Prozent. Für das gesamte Jahr 2025 ergibt sich nach vorläufigen Berechnungen ein Jahresdurchschnitt von 2,2 Prozent gegenüber 2024.
Der harmonisierte Verbraucherpreisindex HVPI, der im Euroraum für geldpolitische Zwecke verwendet wird, lag im Dezember 2025 vorläufig um 2,0 Prozent über dem Vorjahresmonat. Im Vergleich zum Vormonat stieg der HVPI demnach um 0,2 Prozent. Der vorläufige Jahresdurchschnitt des HVPI für 2025 beträgt 2,3 Prozent.
Kerninflation und individuelle Werte
Die Inflationsrate ohne Nahrungsmittel und Energie, oft als Kerninflation bezeichnet, lag im Dezember 2025 vorläufig bei 2,4 Prozent im Jahresvergleich. Das Statistische Bundesamt verweist außerdem auf einen persönlichen Inflationsrechner, mit dem Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Ausgaben nach eigenem Konsumverhalten anpassen und eine persönliche Inflationsrate berechnen können.
Methodik und Ausblick
Das Amt erklärt die Abweichungen zwischen VPI und HVPI durch unterschiedliche Erfassungsbereiche, Methodik und Gewichtung. Anders als beim HVPI berücksichtigt der VPI unter anderem Ausgaben für selbstgenutztes Wohneigentum, für Glücksspiel und für den Rundfunkbeitrag. Zudem werden die Gütergewichte des HVPI jährlich aktualisiert.
Die veröffentlichten Werte sind vorläufig. Die endgültigen Ergebnisse für Dezember 2025 sollen am 16. Januar 2026 vorliegen.
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